8. February 2012

HörNACHRICHTEN, HörTECHNIK — 31. Mai, 2010 — 3 Kommentare

Hörgeräte sind unabdingbar

Die Wichtigkeit von Hörg­eräten für Men­schen mit Hör­min­derung zeigt sich beson­ders im sozialen Kon­text. Bidquelle: www.german.press.hear-it.org

Eine neue Studie von Hear-it zeigt die Bedeu­tung und Wichtigkeit von Hörg­eräten für Men­schen mit Hör­min­derung auf. Für Schw­er­hörige sind Hörg­eräte sehr wichtig, beson­ders im sozialen Kon­text. 87,7 Prozent der Nutzer von Hörsys­te­men gaben an, dass ihr Hörg­erät im sozialen Kon­text eine wichtige Rolle spielt. Ganze 71 Prozent sagten sogar, dass die Hörg­eräte äußerst wichtig sind.

Dies hat eine Onlinebe­fra­gung unter Hörg­erätenutzern, durchge­führt von Hear-it (Früh­jahr 2010) ergeben. Die Hörg­eräteträger wur­den außer­dem gefragt, in wie weit das Hörsys­tem im sozialen Kon­text eine Hilfe darstelle. 51,5 Prozent gaben an, dass ihr Hörg­erät sehr hil­fre­ich ist und 28,9 Prozent, mein­ten, es sei ein wenig hil­fre­ich. Zwei von drei Befragten mein­ten außer­dem, dass das Tra­gen des Hörg­erätes die Teil­nahme an sozialen Begeben­heiten vere­in­fache, im Ver­gle­ich zu ihren früheren Erfahrun­gen ohne Hörgerät.

Unsere Unter­suchung zeigt deut­lich, dass die Träger von Hörsys­te­men von den Geräten überzeugt sind. Außer­dem beweisen die Ergeb­nisse auch, dass es den Trägern oft leichter fällt, an sozialen Begeben­heiten teilzunehmen, wenn sie die Hörg­eräte tragen,

so Kim Ruberg, Sec­re­tary General.

Gemein­same Erleb­nisse mit unserer Fam­i­lie, Fre­un­den und Kol­le­gen sind sehr wichtig für unser Leben und auss­chlaggebend für das Wohlbefinden. Ich kann nur alle Schw­er­höri­gen dazu auf­fordern, ein Hörg­erät zu tra­gen und damit die eigene Leben­squal­ität zu verbessern,

so Ruberg weiter.

Über die Untersuchung

Mehr als 300 Hörg­eräteträger aus aller Welt nah­men an der Unter­suchung teil und beant­worteten Fra­gen zum Thema Hörg­erät, Nutzung und Erfahrung. Die Fra­gen wur­den auf www.hear-it.org gestellt.

Über Hear-it AISBL

Hear-it AISBL ist eine inter­na­tionale, nicht gewin­nori­en­tierte und unkom­merzielle Organ­i­sa­tion, die Infor­ma­tio­nen rund um das Thema Hörver­lust sam­melt und alle Betrof­fe­nen oder Inter­essierten mit rel­e­van­ten Infor­ma­tio­nen ver­sorgt. Hear-it AISBL betreibt die Seite www.german.hear-it.org, die inter­na­tional führende Infor­ma­tion­shome­page zum Thema Hörverlust.

3 Kommentare

  1. Melly sagt:

    Es gibt doch aber nun auch Hörgeschädigten– oder Gehörlosen-Communities, die ihre eigene Lebensweise und den sozialen Umgang in ihrer Gemein­schaft und mit anderen sehr schätzen und solche tech­nis­chen Hil­f­s­mit­tel eher ablehnen. Ich ver­mute, diese sind nicht befragt wor­den. Ohne­hin finde ich 300 Befragte weltweit nicht ger­ade repräsen­ta­tiv. Aber diese Umfrage ist vielle­icht auch nur eine Marketing-Maßnahme gewesen.

  2. Jan Meine sagt:

    300 Befragte sind in der Tat noch nicht repräsen­ta­tiv. Aber es gibt eine Ten­denz, die erkennbar ist – würde ich sagen. Zudem bezieht sich die Grun­daus­sage ja darauf, dass Hörgeschädigte sozial aus­ge­grenzt wer­den im Ver­lauf einer Zeit, da sie nicht teil­nehmen kön­nen an Gesprächen etc. Davon sind mir aus­re­ichend Fälle bekannt. Ger­ade bei Jugendlichen fällt dies beson­ders auf.

  3. Melly sagt:

    Genau mit der All­ge­me­ingültigkeit dieser Aus­sage, dass Men­schen aus­ge­grenzt wer­den, weil sie hörgeschädigt sind, hätte ich bei dieser Umfrage doch arge Prob­leme. Um die Aus­sage zu täti­gen — auch, um eine Ten­denz zu zeigen — sollte eine Umfrage schon repräsen­ta­tiv sein.

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